Grundlagen der Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert gegen den Verlust der Arbeitskraft ab – und ist damit eine der wichtigsten Versicherungen, die Berufstätige aller Altersgruppen abschließen können.

Mit dem Verlust der Arbeitskraft geht gleichzeitig das geregelte Einkommen und die Grundlage unserer Existenz verloren. Das erklärt die Bedeutung der Berufsunfähigkeitsversicherung – sie leistet einen Entgeltersatz, wenn dieses aufgrund von Berufsunfähigkeit entfällt.

Die Berufsunfähigkeit steht am Ende einer langen Erkrankung. In den ersten sechs Wochen einer Krankheit ist der Arbeitgeber verpflichtet, Lohn und Gehalt weiter zu zahlen. Dies bezeichnet man als die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber. Nach der sechsten Krankheitswoche entfällt die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers, es beginnt die Leistung der Krankenkasse mit dem Krankengeld. Diese Leistung der Krankenkasse wird rund sechs Monate lang gezahlt. Kann ein Arbeitnehmer danach noch immer nicht am Erwerbs- und Berufsleben teilnehmen, beginnt die Phase der eigentlichen Berufsunfähigkeit. Für einen zunächst meist befristeten Zeitraum leistet dann die Berufsunfähigkeitsversicherung in Form einer Berufsunfähigkeitsrente.

Bedeutung der Berufsunfähigkeit und Gesellschaft

Die Bedeutung der Berufsunfähigkeitsversicherung nimmt immer weiter zu. Seit einigen Jahren ist ein kontinuierlicher Anstieg der Zahl der Berufsunfähigen zu verzeichnen – was letztlich bedeutet, dass immer mehr Menschen auf Dauer erkranken und nicht mehr am Berufsleben teilnehmen können.

Die Gründe für eine Berufsunfähigkeit sind unterschiedlich. An der Spitze der Ursachen stehen Schädigungen des Muskel-Skelett-Apparats und vor allem psychologische Erkrankungen aller Art. Schlagworte wie Depressionen, Erschöpfungszustände und Burnout tauchen immer wieder in den Medien auf, denn sie treffen immer mehr Menschen.

Nicht nur Prominente und Top Manager berichten zunehmend auch öffentlich von einem erlebten Burnout, sondern auch die Anzahl der Arbeitnehmer, die nicht zum Top Management gehören und trotzdem an Burnout erkranken, steigt regelmäßig an. Offensichtlich fordert ein wachsender Kostendruck in den Unternehmen zunehmend seinen Tribut in Form von Langzeiterkrankungen bei den Mitarbeitern. Nicht zu vergessen auf der Hitliste der Erkrankungen sind schließlich auch bösartige Tumore und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Letztlich müsste die steigende Anzahl an Berufsunfähigkeitsfällen ein Umdenken in den Unternehmen bewirken, denn der Einfluss der Unternehmen auf diese Krankheitsfälle liegt auf der Hand. Fraglich ist allerdings, ob sich hier tatsächlich etwas ändern wird, solange die Prinzipien der Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Gewinnmaximierung und Kostenreduzierung weiterhin im Mittelpunkt des Unternehmensinteresses stehen.




 
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