Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann teuer werden – muss es aber nicht. Wenn man vor dem Vertragsabschluss einige Punkte beachtet, dann ist sie mit der Absicherung der Arbeitskraft eine sehr sinnvolle Ergänzung des restlichen Versicherungsschutzes.

Zunächst ist der Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung abhängig von der jeweiligen Risikogruppe, das heißt, von dem versicherten Beruf des Versicherungsnehmers.

Berufe in der Verwaltung, die überwiegend am Schreibtisch ablaufen, gehören zur niedrigsten Risikogruppe und haben deshalb relativ günstige Beiträge. Auch Akademiker gehören in der Regel zu dieser günstigen Risikogruppe.

Je mehr ein Beruf in den handwerklichen Bereich geht oder je höher der Anteil an körperlichen Tätigkeiten ist, desto ungünstiger werden die Risikogruppe und damit auch die Prämie für den Versicherungsschutz.

Beiträge der Berufsunfähigkeitsversicherung und Risikozuschläge

Neben dem Beruf ist das Eintrittsalter des Versicherten von Bedeutung. Mit zunehmendem Eintrittsalter steigen die Versicherungsbeiträge. Deshalb ist es sinnvoll, möglichst frühzeitig mit der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit zu beginnen, denn die Beiträge halten sich dann noch im Rahmen.

Von Bedeutung können der Gesundheitszustand und mögliche Vorerkrankungen sein. Ein Versicherer hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten, auf einen angegriffenen Gesundheitszustand zu reagieren. Er kann einen Leistungsausschluss fordern, nach dem bei einer Sehschwäche zum Beispiel die Leistung der Berufsunfähigkeitsrente ausgeschlossen wird wenn der Versicherte aufgrund einer Erkrankung der Augen berufsunfähig wird. Alternativ könnte ein Risikozuschlag auf die Versicherungsprämie anfallen, der diese Prämie in die Höhe treibt.

Relevanz des Austrittsalter in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Ebenso wichtig ist das Endalter der Versicherung, also das Alter, ab wann die Versicherung endet. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird erfahrungsgemäß bei einem Endalter 65 teurer sein als bei einem Endalter von 60. Das liegt daran, dass es mit zunehmendem Alter tendenziell wahrscheinlicher wird, dass man berufsunfähig wird. Aus diesem Grund steigen auch die Beiträge mit zunehmendem Endalter.

Höhe der monatlichen Rente zur Versicherung

Darüber hinaus ist die Höhe der monatlichen Rente maßgeblich. Mit steigender Rente steigen auch die Versicherungsbeiträge. Trotzdem muss die Berufsunfähigkeitsrente in der Höhe so angesetzt werden, dass sie die monatlichen Kosten vernünftig abdecken kann. Eine allzu niedrig berechnetet Rente hilft unter Umständen also kaum weiter.
Berufsunfähigkeitszusatzversicherung
Schließlich ist gerade hinsichtlich der Kosten besonders wichtig, ob es sich um eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung oder um eine Zusatzversicherung handelt, die zum Beispiel an eine Lebensversicherung gekoppelt ist. In diesem Fall spricht man von einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung.

Zunächst einmal scheint der Abschluss einer solchen Versicherung im Rahmen einer Lebensversicherung sinnvoll zu sein, da man scheinbar zwei Absicherungen mit einem Vertrag erhält. Allerdings werden in diesem Fall die Versicherungsbeiträge aufgeteilt auf die Absicherung der Arbeitskraft und die Lebensversicherung. Im Ergebnis ist die Rente der Berufsunfähigkeitsversicherung niedriger als wenn man eine selbständige Versicherung abschließen würde. Aus diesem Grund ist eine selbständige Versicherung in der Regel die bessere Alternative, denn sie bietet eine gute Leistung bei vernünftigen Preisen.




 
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