Leistungsverweigerung Berufsunfähigkeitsversicherung

Der Versicherer hat eine Reihe von Möglichkeiten, Einwände gegen die Berufsunfähigkeit vorzubringen und damit die Leistung der Rentenzahlung zu verweigern.

Sobald der Antrag des Versicherten auf Zahlung der vereinbarten Rente bei der Versicherung eingeht, wird dort geprüft ob sogenannte vorvertragliche Anzeigepflichten seitens des Versicherten verletzt wurden.

Noch vor dem Abschluss des Vertrags für die Berufsunfähigkeitsversicherung, muss der Versicherte bei der Vorlage seines Antrags auf Abschluss des Vertrages eine Reihe von Gesundheitsfragen beantworten. Dazu gehören Fragen nach seinem allgemeinen Gesundheitszustand und nach bestehenden Vorerkrankungen, die den Eintritt einer Berufsunfähigkeit möglich oder wahrscheinlich machen können und deshalb von der Leistungspflicht ausgeschlossen werden können.

Die Prüfungen der verletzten Anzeigepflichten werden von dem Versicherer sehr sorgfältig durchgeführt. Kann die Versicherung eine solche Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflichten nachweisen, dann besteht juristisch gesehen das Recht, vom Vertrag zurückzutreten oder ihn wegen sogenannter arglistiger Täuschung anzufechten. Damit wird der nächste Schritt in der Prüfung der Leistungspflicht des Versicherers gar nicht mehr notwendig.

Nichteintritt des Leistungsfalls

Ein nächster Grund der Leistungsverweigerung kann darin bestehen, dass nach Ansicht des Versicherers keine Berufsunfähigkeit vorliegt so dass auch der sogenannte Leistungsfall nicht eingetreten ist. Damit beginnt die Prüfung der gesundheitlichen Situation des Versicherten. Hier wird zunächst die letzte Tätigkeit des Versicherten genau untersucht und mit den ärztlichen Unterlagen verglichen. Regelmäßig werden seitens der Versicherung außerdem eigene Gutachter mit der Durchführung einer Untersuchung und der Feststellung der Berufsunfähigkeit beauftragt. Dieses medizinische Sachverständigengutachten muss ebenfalls eine Berufsunfähigkeit nachweisen, damit der Versicherer seine Leistungspflicht bestätigt sieht.

Abstrakte oder konkrete Verweisung

Letztlich kann ein weiterer Grund der Leistungsverweigerung in einer möglichen abstrakten oder konkreten Verweisung bestehen. Diese müssen vertraglich vereinbart sein. In jedem Fall gewährt die Klausel der Verweisbarkeit dem Versicherer das Recht, auf die Ausübung eines konkreten oder auch ähnlichen anderen Berufs zu verweisen bevor die Leistungspflicht eintritt. Völlig unerheblich ist für die Versicherung dabei zunächst, ob dieser Verweisungsberuf überhaupt dem aktuellen Lebensstandard des Versicherten entspricht und entsprechend zumutbar ist.




 
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