Private Krankenversicherung für Beamte

Beamte und Beamtenanwärter haben hinsichtlich der geltenden Regelungen für ihre Krankenversicherung eine Sonderstellung. Anders als Angestellte erhalten Beamte keine Zuschüsse von ihrem Arbeitgeber, dafür sind sie beihilfeberechtigt.

Im Rahmen der Beihilfeberechtigung ist der Dienstherr – in Abhängigkeit von der Dienststelle des Beamten also der Bund oder das Land – verpflichtet, einen Teil der Kosten für die medizinische Versorgung zu übernehmen. Diese Beihilfe liegt je nach Familienstand und Bundesland zwischen 50 und 80 Prozent. Der verbleibende Anteil der Kosten muss durch den Beamten mit Hilfe einer Krankenversicherung abgedeckt werden.

Pflichtversicherung auch für Beamte

Auch für Beamte gilt die Pflicht zur Krankenversicherung, sie müssen aber nicht gesetzlich pflichtversichert sein sondern können auch die private Krankenversicherung wählen.  Unabhängig von ihren Bezügen können sie sich deshalb freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern.

Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse ergeben sich bei Beamten aus der Anwendung des einheitlichen Beitragssatzes in Höhe von aktuell 14,9 Prozent auf die Beitragsbemessungsgrenze, die im Jahr 2010 bei 45.000 Euro liegt. Eine Veränderung des einheitlichen Beitragssatzes und der Beitragsbemessungsgrenze für 2011 ist seitens der Bundesregierung vorgesehen.

Nach diesem Grundsatz ergibt sich für Beamte regelmäßig ein hoher monatlicher Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung, denn die Ansprüche aus der Beihilfe des Dienstherren kommen nicht zur Anrechnung. Im Ergebnis bedeutet dies, dass Beamte in der gesetzlichen Krankenversicherung den monatlichen Beitrag vollständig selbst zu zahlen haben. Aus diesem Grund kann die private Krankenversicherung für Beamte eine sinnvolle Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung darstellen.

Durch den Anspruch auf Beihilfe müssen Beamte für die private Krankenversicherung nur den Teil der medizinischen Behandlungskosten abdecken, die der Dienstherr nicht übernimmt. Dafür bieten viele Krankenversicherer spezielle Beihilfetarife an, die sich durch günstige Prämien bei guter Leistung auszeichnen. Möchten Beamte eine private Krankenversicherung abschließen, müssen sie sich dauerhaft und unwiderruflich von der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen.

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Monatsbeitrag für die  private Krankenversicherung nach dem Alter, dem Geschlecht und dem gesundheitlichen Zustand des Versicherten, sowie nach den gewünschten tariflichen Leistungen. Damit kann der Beitrag gut an die individuellen Wünsche des Versicherten angepasst werden. Auch für Beamte gilt, dass ein Vergleich für die Private Krankenversicherung vor einem Wechsel ratsam ist, da es sich um eine langfristige Entscheidung handelt.





 
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