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Transrapid auf Teneriffa

Freitag, 28. Januar 2011
Die Kanareninsel Teneriffa möchte bis spätestens 2018 den deutschen Transrapid auf der Insel einsetzen.

Die Bahnstrecke soll den Norden der Insel mit dem Süden verbinden. Die Verbindung soll rund 120 Kilometer lang sein und vom südlichen Playa las Americas, zum Südflughafen, über Santa Cruz, den Nordflughafen bis nach Los Realejos im Norden Teneriffas führen.

Mit dem Transrapid würde dann die Fahrtzeit vom Norden in den Süden lediglich 15 Minuten betragen. Aktuell benötigt man für diese Strecke bei wenig Verkehr mit dem Auto etwa eineinhalb Stunden.

Welche Vorteile hätte der Transrapid auf Teneriffa

teide teneriffaDie deutlich und bequemere Fahrtzeit von gerade mal 15 Minuten ist ein gewichtiges Argument für den Transrapid auf der Teneriffa. Wer schon mal auf Teneriffa längere Zeit verbracht hat, weiß nur zu gut wie unterschiedlich zum Beispiel das Wetter auf Teneriffa ist. Insbesondere im Winter kann es im Norden regen und kühl sein, während im Süden sommerliche Badetemperaturen herrschen. Der doch recht anstrengende Weg in den Süden benötigt dann mit hin und Rückfahrt mindestens 3 Stunden. Die Kürzere Fahrzeit erlaubt hier eine deutlich höhere Flexibilität.

Mögliche Nachteile vom Transrapid auf Teneriffa

Neben den immensen Kosten die so ein Bauvorhaben in der Regel auslöst, spielt häufig auch der Umweltschutz eine nicht zu unterschätzende Rolle. Gerade der Norden von Teneriffa ist sehr grün und besitzt herrliche Landschaften. Je nachdem welchen Weg die Trasse einschlägt, könnte die Natur Schaden nehmen und den Protest der Einheimischen auf sich ziehen. Gerade nach den Erfahrungen zum geplanten Handelshafen in Granadilla und den anschließenden Protestwellen auf der Insel, sollten die Entscheidungsträger sich dazu bewegen möglichst transparent ihre Entscheidungen darzustellen.

Weshalb das hoch gelegene Los Realejos als Nordbahnhof gewählt wurde, ist nicht bekannt. Allerdings wäre wohl das deutlich größere Puerto de la Cruz aufgrund der Anbindung gegebenenfalls besser geeignet.

Konsequenzen für den Tourismus auf Teneriffa

icod-de-los-vinos drachenbaumFür Touristen welche einen Pauschalurlaub auf Teneriffa buchen, könnte der Transrapid die Mobilität deutlich steigern. Ein Abstecher in den Norden ist nun leicht machbar. Immerhin locken dort als größtes Zentrum Puerto de la Cruz und der Loro Park. Das gleiche gilt auch für Urlauber im Norden der Insel, welche gerne die Strandorte Playa las Americas oder Los Christianos besuchen möchten.

Umgekehrt könnte der Transrapid für Anbieter von Mietwagen auf Teneriffa eine direkte Konkurrenz darstellen und die Buchungen von Mietwagen auf Teneriffa deutlich verringern. Hier wird insbesondere der Preis für ein Hin- und Zurück-Ticket des Transrapid eine Rolle spielen.

Nichts desto trotz könnten mit dem Transrapid nicht nur die Mietwagenanbieter schaden nehmen, sondern auch alle die indirekt vom Mietwagenverleih auf Teneriffa profitieren. Dies könnten zum Beispiel alle Orte auf Teneriffa sein, welche heute noch von Besuchern der Insel gerne mit dem Auto besucht werden, jedoch nicht auf der Transrapidstrecke liegen.

Einige Beispiele: Im Norden sind die Orte Icod de Los Vinos und Garachico gerne besuchte Orte aufgrund der Sehenswürdigkeiten. In Icod de los Vinos steht der vermutlich älteste Drachenbaum der Welt und Garachico glänzt mit Naturpools. Im Süden und Westen sind es Los Gigantes mit seinen beeindruckenden Felsen oder El Medano die nun außerhalb der Route liegen.

Ob die Strecke wirklich gebaut wird und inwiefern sie Einfluss auf die Naturlandschaft und des Fremdenverkehrs nimmt bleibt abzuwarten. Ein gewagtes Projekt auf einer eher infrastrukturschwächeren Region in Spanien ist es allemal.


 
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