Portugal angeschlagen – Konsequenzen für Spanien?
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Samstag, 9. April 2011 |
Nun hat es auch Portugal erwischt!
Portugal droht die Staatspleite und kann nun jedoch mit Krediten aus dem EU-Rettungsschirm von rund 80 Milliarden Euro das schlimmste abwenden.
Portugal ist nicht nur geografisch zu Spanien am nächsten, sondern auch wirtschaftlich.
Die beiden Länder haben eine sehr verflochtene Wirtschaftsbeziehung.
Nicht umsonst wird Portugal als der kleine Bruder von Spanien
bezeichnet.
Risiko für die Wirtschaft Spaniens
In Spanien geht nun die Angst um, dass die Pleite des Nachbarlandes nun wieder in den wirtschaftlichen Abgrund führt.
Die Angst ist nicht ganz unbegründet, denn Spanien ist immer noch
wirtschaftlich angeschlagen durch die immer noch währende Finanzkrise.
Zusätzlich sind gut ein Drittel der Kredite in Portugal bei Spanischen
Banken aufgenommen. Das heißt, Spaniens Banken sitzen eventuell auf
einen Berg fauler Kredite. Die Summe um die es sich hier handelt, sollen
etwa 7 Prozent des spanischen Bruttoinlandsproduktes darstellen und
wäre damit nicht ganz unwesentlich.
Neben diesen Krediten bei Spaniens Banken, sind etwa 1500 Unternehmen in
Portugal tätig, welche nun direkt mit der stark gesunkenen Kaufkraft
des Landes konfrontiert werden.
Laut Wirtschaftsexperten ist Spanien allerdings gut gewappnet und stark
genug die Krise Portugals nicht zur eigenen Krise werden zu lassen.
Allerdings ist die Dynamik der Märkte und insbesondere das mittlerweile
lukrative Geschäft auf Wetten auf Staatbankrotte, von europäischen
Staaten, in der Finanzwelt zu einem wenig kontrollierbaren Risiko
geworden.
Da Spanien etwa 12% der Wirtschaftleistung innerhalb der Europäischen
Union ausmacht, wäre eine spanische Staatspleite für den Euroraum
ungleich relevanter und würde sofortige Konsequenzen nach sich ziehen.
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