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Spanien in der Finanzkrise 2010

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Wirtschaftskrise und das Risiko Spanien

Die enorme Staatsverschuldung Griechenlands hat in dieser Woche Europa und der gemeinsamen Währung, dem Euro, tiefe Sorgen beschert. Allen Ortes wird von Griechenland ein strikter Sparkurs verlangt.



Das Gelingen einer deutlichen Reduzierung der Nettoneuverschuldung Griechenlands binnen zwei Jahren, wird von einem großen Teil der Wirtschaftswelt allerdings bezweifelt.

Allerdings ist Griechenland mit seiner Vergleichsweisen kleinen Wirtschaftskraft nicht alarmierend bedrohlich für die EU.

Anders sieht es mit der spanischen Volkswirtschaft aus, welche viermal so groß ist wie die Griechische. Daher richten sich die Sorgen insbesondere auf die Situation in Spanien. Bis vor zwei Jahren war Spanien noch eine der treibenden Kräfte innerhalb Europas, mit enormen Zuwächsen. Es wurden sogar regelmäßig Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet. Mit dem Zusammenbruch der Immobilienbranche und der Baubranche hat die Finanzkrise Spaniens Wirtschaft stark getroffen. Keines der großen Volkswirtschaften in Europa war und ist von der globalen Wirtschaftskrise so stark betroffen wie Spanien. Zusätzlich ist mit dem Abwertung des englischen Pfunds auch die Reisebranche betroffen. Ein Urlaub in Spanien haben sich daher viele englische Touristen im vergangenen Jahr gespart.

Wie erwartet ist die Arbeitslosigkeit mittlerweile bei fast 20% angekommen (Vgl. Artikel Spanien - la crisis). Gleichzeitig wächst das Haushaltsdefizit kontinuierlich und lag in 2008 deutlich über 11% des Bruttoinlandsprodukts. Die spanische Regierung möchte binnen 3 Jahren diese wieder unter einen Wert von 3% reduzieren. Ob dieses Ziel erreicht werden kann ist fraglich. Immerhin werden in Spanien, ebenso wie in Griechenland, Gewerkschaften und andere politische Organisationen diesen Sparkurs nicht mit Begeisterung aufnehmen. Proteste und Demonstrationen werden hier folgen.

Fast 40% aller Spanier sind heute in irgendeiner Form von der schlechten Arbeitsmarktsituation betroffen. Anders als hierzulande wird deshalb jedoch bei der spanischen Bevölkerung nicht Trübsal geblasen. Die Stimmung in der Bevölkerung ist eher gelassen, da Institutionen wie die Sozialhilfe, das ausweichen auf Kurzzeitarbeit, die Hilfe durch die Familie und eine nicht zu unterschätzende Schattenwirtschaft den Spaniern in der Not hilft die Krise zu überstehen.
 
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