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Freitag, 17. Juni 2011 |
Die Finanzkrise hatte bereits Spanien hart getroffen. Nun geht die Angst um das die Schuldenkrise Spanien noch härter treffen könnte.
Beinahe täglich ereilen uns Nachrichten vom beinahe insolventen
Griechenland. Wobei eigentlich bereits klar ist, dass Griechenland ohne
Hilfe der Europäischen Union längst Pleite wäre. Die politische Reaktion
Griechenland mit Milliarden Euro Steuergelder aus der Klemme zu helfen
scheint dabei nur eine momentane Linderung zu verschaffen.
Fachleute diskutieren bereits darüber, dass gerade die marode
griechische Wirtschaft, Korruption und ein aufgeblähter
Verwaltungsapparat auch durch Finanzspritzen nicht wettbewerbsfähig
würden und damit die Pleite durch den EU Rettungsschirm nicht
verhindert, sondern nur vorrausgeschoben ist. Ohne echte
Strukturreformen wird Griechenland auch zukünftig am Tropf Europas
hängen.
Der Vorschlag Griechenland auch von Privatbanken zu unterstützen wird
vermutlich scheitern, da diese allein aus Eigeninteresse ihre
griechischen Papiere womöglich abstoßen werden. Damit ist der
Steuerzahler daran hier finanziell auszuhelfen. Nachdem Griechenland zu
einem Pflegefall verkommen ist, schaut die Finanzwelt besorgt nach
Spanien.
Spanien und die Hoffnung
Obwohl Spaniens Wirtschaft deutlich größer und robuster ist als die
griechische Wirtschaft, schauen nun viele Finanzexperten besorgt auf die
iberische Halbinsel. Die besorgniserregende Nachricht, dass die Preise
für Kredite auf den Geldmarkt für Spanien steigen könnten, aufgrund
gesunkener Kreditwürdigkeit, könnte dazu führen, dass Spanien ebenso wie
Griechenland in schwere Finanznot gerät.
Bereits Irland musste unter dem Rettungsschirm aufgrund der höheren
Geldmarktpreise. Gleichzeitig warnen Analysten aus den USA vor einer
Kettenreaktion, welche die gesamte Europäische Union in die
Schuldenkrise stürzen könnte, da mehrere Hundert-Milliarden an
Griechenland und weiteren Staaten aufgebracht würden, welche ohne jede
langfristige Wirkung verpuffen und damit die hiesigen Banken früher oder
später in arge Nöten bringen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Schuldenkrise Spanien nicht ereilt und die
Wirtschaft robust genug ist diesen Entwicklungen entgegenzutreten.
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